Aus systemischer Sicht kann man sich die Interaktionen zwischen LuL und SuS gut mit dem Bild des Mobiles veranschaulichen. Die verbale und nonverbale Kommunikation ist aufeinander bezogen und vollzieht sich wie eine gemeinsam entwickelte Choreographie:
Wenn Schüler A sich auf eine Art auffällig verhält, hat das Auswirkungen auf alle Schüler sowie die Lehrperson. Umgekehrt hat natürlich (so soll es ja auch sein) das Verhalten der Lehrperson Auswirkungen auf die SuS.


Aus systemischer Sicht gibt es nur zirkulär kausale Interaktionen – man kann also bei Konflikten nie eindeutig sagen, wer was ausgelöst und bewirkt hat, da Konflikte sehr stark von der Wahrnehmung und Bewertung der Konfliktpartner geprägt sind. Ein Konflikt kann daher gesehen als eine gemeinsame Schöpfung aller direkt und auch indirekt Beteiligten (z.B. zählen auch Personen, die nicht direkt im Klassenzimmer anwesend sind wie Eltern der Schüler oder Kollegen der Lehrperson) gesehen werden.

Die systemische Strategie der Konfliktlösung beinhaltet daher folgende Komponenten:
1. Ein Konflikt hat immer auch eine positive Funktion, die sich den Beteiligten zunächst nicht erschließt, da sie emotional verstrickt sind.
2. Man muss nicht nach der „einen Ursache“ suchen, um den Konflikt anzugehen, sondern man kann an zentralen Stellen des Konfliktmusters „Neuinformationen“ einbauen, die das bisherige Muster durcheinanderbringen und zu neuen Lösungen führen.
3. Der Ansatz für die Lösung kann bei Schülern oder Lehrern liegen.
4. Da der Konflikt eine kommunikative Bedeutung innerhalb der Kultur einer Schule oder einer Klasse hat, ist es sinnvoll, die Lehrer einzubeziehen, da sie durch ihre Rolle und Funktion allein die Möglichkeit haben, neue Regeln zu initiieren – Schüler können und dürfen diese Rolle nicht übernehmen, weil sonst die Autorität der Lehrperson untergraben wird.

Unser Angebot der „systemischen Pädagogik im Klassenzimmer“

Unser Ansatz der systemischen Pädagogik im Klassenzimmer soll Schulen, Lehrer, Schüler und Eltern dabei unterstützen, verfahrene Konfliktsituationen (Aggression, Respektlosigkeit, Abwertung) auf eine kooperative Art besser lösen zu können.
Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir eine Bedarfsanalyse und setzen die Trainingsschwerpunkte (und Grenzen) fest. Nach einem intensiven Vorgespräch und einer Auftragsklärung mit allen Beteiligten findet das Klassentraining „im Klassenzimmer“ vor Ort statt. Die Trainings werden im Anschluss mit SuS und LuL ausgewertet.
Zielgruppe sind Schulklassen oder kleine Gruppen aller Schulformen!

 => Umgang mit herausforderndem Verhalten und Disziplinschwierigkeiten

 => Stärkung des Klassenklimas

 => Einführung und Umsetzung von Regelwerken

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